Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung im Alter. Die Erkrankung schädigt die Sehzellen der Netzhaut am Punkt des schärfsten Sehens, der Makula. Die Folge ist, dass Betroffene vieles, das sie direkt anschauen, nicht mehr klar wahrnehmen, Gesichter können nicht mehr deutlich erkannt werden, Buchstaben verschwimmen oder verschwinden, und zwar genau an dem Punkt, der gerade fixiert wird. Eine Restsehfähigkeit an den Rändern des Gesichtsfeldes und damit die Fähigkeit, sich in einem Raum mit Hilfe der Augen orientieren zu können, bleiben aber erhalten.

Die AMD tritt in zwei Formen auf, der trockenen Form und der selteneren, schwerwiegenderen feuchten Variante. Während die feuchte AMD durch die Gabe von Medikamenten direkt ins Auge behandelt werden kann, gibt es für die trockene Form derzeit keine Therapie. Regelmäßige Kontrollen durch einen Augenarzt sind aber bei beiden Formen unerlässlich. Insbesondere, wenn gerade Linien, beispielsweise die Fugen der Fliesen im Bad, plötzlich gekrümmt wahrgenommen werden, ist ein Arztbesuch dringend angeraten, da es sich hier um ein klares Anzeichen für die feuchte Form der Erkrankung handelt. Auch, wenn Sie beim Lesen feststellen, dass Worte genau an dem Punkt zunehmend verschwimmen, den Sie fixieren, ist dies ein Warnzeichen.

Eine gute, blendfreie Beleuchtung und spezielle Sehhilfen können die Abnahme der zentralen Sehfähigkeit etwas ausgleichen und den Alltag erleichtern. Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung kann dabei unterstützen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, bzw. den Übergang einer trockenen AMD in die feuchte Form aufzuhalten oder zu verzögern. Insbesondere grünes Gemüse wie Spinat oder Grünkohl und die darin enthaltenen Farbstoffe sind hilfreich. Aber auch Antioxidantien werden empfohlen. Es gibt zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, die allerdings in Qualität und Preis sehr unterschiedlich sind. Sprechen Sie diesbezüglich mit einem Arzt. Sowohl zur Vorbeugung der Erkrankung, als auch in deren Verlauf, sollte das Rauchen unbedingt vermieden werden. Außerdem empfiehlt sich eine Brille mit UV-Filter, um die Netzhaut des Auges zu schützen.

In unseren Beratungsstellen erhalten Sie weitere Informationen und Unterstützung rund um die AMD, sowie eine individuelle Hilfsmittelberatung.