Rehabilitation und Hilfsmittel

Mit abnehmenden Sehvermögen fallen den Menschen manchen Tätigkeiten immer schwerer. Eine Zeit lang versucht man Handlungen an das Sehvermögen anzupassen und eigene Techniken zu entwickeln. Trotz allem kann es sein, dass man sich einschränkt:

  • Wege nur zu bestimmten Zeiten/Lichtverhältnisse gehen,
  • Unbekannte Wege gar nicht mehr oder nur in Begleitung gehen,
  • Verletzungen weil man Hindernisse nicht gesehen hat,
  • Kopfzwangshaltungen um den Sehrest voll zu nutzen.

Dies sind Anzeichen das man sich Hilfe holen sollte.

Anders als bei anderen Behinderungen, kommt man wegen einem drastischen Sehverlust nicht in eine Reha-Klinik in der man für den Alltag wieder fit gemacht wird. Das ist insofern auch sinnvoll, da dieser Einschnitt auch immer erst verarbeitet werden muss um sich auf die neuen Techniken einlassen zu können. Ein weiterer Grund ist, dass es sinnvoll ist viele Techniken zu Hause im eigenen häuslichen Umfeld zu erlernen.

Durch eine Schulung in Orientierung und Mobilität (O&M) lernt man wieder sicher und selbständig Wege zu gehen.

Eine Schulung in Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) beinhaltet neben kochen, backen, putzen und Wäsche waschen auch die Themeninhalte Babypflege, Körperhygiene (Rasur) und dekorative Kosmetik.

Bei einem plötzlichem Sehverlust oder verminderten Sehvermögen kann es auch ratsam sein eine Blindentechnische Grundausbildung zu machen. Diese beinhaltet neben O&M und LF auch die Brailleschrift und EDV.