Impfung gegen COVID-19 – Was Sie wissen sollten!

Die neuartige Impfung gegen COVID-19 ist die größte Impfaktion der deutschen Geschichte. Sie ist freiwillig und kostenlos. In dieser Woche erhielten mehr als 400.000 Hessinnen und Hessen, die zur ersten Priorisierungsgruppe laut Impfverordnung gehören, einen Informationsbrief der Landesregierung, in dem schriftlich über die Anmeldemöglichkeiten für die persönliche Schutzimpfung informiert wurde, u.a. wie ein persönlicher Termin für die Corona-Schutzimpfung vereinbaren kann.

Einige der wichtigsten allgemeinen Fragen zum Ablauf der Impfung soll im Folgenden beantwortet werden:

 

Wann kann ich mich zum Impfen anmelden, falls ich die Impfung wünsche?

Wer impfberechtigt ist und ein Schreiben erhalten hat, kann sich seit dem 12.01.2021 zum Impfen anmelden. Termine werden zunächst für den Zeitraum vom 19. Januar bis 5. Februar 2021 vergeben werden.

 

Für die Anmeldung zum Impftermin stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:


1. Anmeldung per Telefon: 116117 oder 0611-505 92 888 (Erreichbarkeit täglich von 8-20 Uhr)

2. Anmeldung im Internet-Anmeldeportal über: www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de


Auch der Termin für die zweite Impfdosis kann darüber gleich festgelegt werden.

 

Ab wann und wo werden die Impfungen durchgeführt?

Die Impfungen werden aufgrund der begrenzten Mengen Impfmengen vorerst ausschließlich in sechs Regionalen Impfzentren ab Dienstag, den 19. Januar 2021 erfolgen. Erst- und Zweitimpfung finden an gleicher Stelle statt.

In Hessen öffnen ab dem 19. Januar zunächst folgende Regionale Impfzentren:

  • Kassel
  • Gießen (Heuchelheim)
  • Fulda
  • Frankfurt
  • Wiesbaden
  • Darmstadt

Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, werden weitere Impfzentren in kreisfreien Städten und Landkreisen folgen.

 

Können meine Kinder oder Angehörige den Termin für mich vereinbaren?

Ja, das ist sowohl telefonisch als auch online möglich.

 

Kann ich einen Termin zur gleichen Zeit für meinen Partner und mich erhalten?

Sofern beide Partner impfberechtigt sind, ist das kein Problem. Über 116 117 oder 0611-505 92 888 kann ein Termin für beide zur selben Zeit vereinbart werden, aber auch online ist eine Anmeldung für zwei Impflinge kein Problem.

 

Dürfen mich Angehörige zum Impftermin begleiten?

Wenn ein Impfling es wünscht, ist eine Begleitung von maximal einer Person bei dem gesamten Prozedere möglich.

 

Können Angehörige dabei auch gleich geimpft werden?

Nein. Das Anmelde-Prozedere muss immer eingehalten werden. Die Reihenfolge wurde von der Ständigen Impfkommission deutschlandweit einheitlich festgelegt.

 

Was mache ich, wenn ich den Weg zum Impfzentrum nicht auf mich nehmen kann?

Diejenigen, die eine längere Wegstrecke nicht auf sich nehmen können bzw. wollen, können die Öffnung der lokalen Impfzentren abwarten.

Jene, die gänzlich immobil sind und auf eine Impfung zu Hause angewiesen sind, können das beigefügte Formular des Informationsbriefes ans Land ausgefüllt zurückschicken. Sie werden dann erfasst und im häuslichen Umfeld durch das für den Wohnort zuständige Impfzentrum geimpft. Es wird aufgrund der geringen Impfmengen jedoch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis Hausbesuche durch mobile Impfteams in Hessen landesweit erfolgen können.

 

Was muss ich machen, wenn ich einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen kann?

Online vereinbarte Termine bitte online absagen.

 

Was ist, wenn ich Halsschmerzen oder Schnupfen habe?

Da es eine Infektion mit dem Coronavirus sein könnte, klären Sie dies bitte vorher mit einem Arzt ab, der Infektsprechstunden anbietet.

 

Wie muss ich mich verhalten, wenn ich an Allergien leide?

Am besten bringen Sie Ihren Allergiepass mit oder andere Unterlagen. Im Impfgespräch muss das angesprochen werden.

 

Wie viel Zeit sollte zwischen der ersten und der Zweiten Impfung liegen?

Der zweite Termin sollte innerhalb von drei Wochen sein, spätestens aber am 42. Tag nach dem ersten Piks.

 

Welcher Impfstoff steht derzeit zur Verfügung und wie lang ist er haltbar?

Derzeit verfügbar und in der Bundesrepublik zugelassen, ist der Impfstoff von Biontech /Pfizer. Er muss bei unter Minus 70 Grad Celsius gekühlt werden, kann nur wenige Tage in einem handelsüblichen Kühlschrank erhalten werden und ist nur sehr eingeschränkt transportabel. Aufgrund dessen muss er rasch verimpft werden.

 

Bald gibt es zwei Impfstoffe: Kann ich mir aussuchen, welchen ich bekomme?

Nein, aufgrund dem momentan noch begrenzten Angebot werden Sie den Impfstoff erhalten, den die Impfzentren vorrätig haben. Die Zweitimpfung erfolgt mit dem gleichen Impfstoff.

 

Was passiert, wenn ich den Zweiten Impftermin verschieben muss?  

Das ist ungünstig. Zumindest sollte man die maximale Frist von 42 Tagen unbedingt einhalten.

 

Wie lang muss ich nach der Impfung noch im Impfzentrum bleiben?

Das bespricht der Arzt mit dem Impfling. In der Regel ist eine Ruhephase von 15 bis 30 Minuten vorgesehen, die in einem dafür vorgesehenen Bereich verbracht wird.

 

Was mache ich, wenn Impfreaktionen auftreten?

Direkt nach der Impfung wird das Wohlbefinden in der Ruhezone überwacht. Sollte es zu Reaktionen kommen, können diese vor Ort direkt mit dem Arzt besprochen werden. Die Wahrscheinlichkeit für Beschwerden wird derzeit als gering bewertet. Sollte es zu Beschwerden kommen, wenn der Impfling schon wieder zu Hause ist, sollte der Hausarzt kontaktiert werden.

 

Was ist bei Impfschäden, die entstehen könnten?

Da die Impfung freiwillig ist, gehören Nebenwirkungen zum normalen Lebensrisiko. Zu Impfschäden findet sich auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums Folgendes: „Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.“

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html?fbclid=IwAR3jWgbdOx6jNBjmeUt7lcpB6Tcah6yUQWqhcYtSFz4EWwj-i2AhXLranvs

 

Hier geht es zur Presseinformation „Land informiert über Impftermin-Anmeldung“!, weitere Fragen und Antworten zum Impfstoff und zur Impfkoordination finden sich hier:


- https://www.hessen.de/fuer-buerger/aktuelle-informationen-zu-corona-hessen

- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

- https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

- https://www.zusammengegencorona.de/impfen/

- https://par.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/Coronavirus_Impfverordnung.pdf