Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen begrüßt Leitfaden "Unbehinderte Mobilität"

am 8. Februar wurde in Wiesbaden der Leitfaden "Unbehinderte Mobilität" von der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung (HSVV) vorgestellt.
"der Leitfaden soll dazu beitragen, die vielen, teilweise gegensätzlichen örtlichen Ansätze zu koordinieren und zu vereinheitlichen", so Klaus-Peter Güttler, Staatssekretär im Hessischen Verkehrsministerium.
Die Broschüere ist sehr anschaulich und ansprechend gestaltet, die durch eine DVD mit eigens dazu aufgenommenem Filmmaterial ergänzt wird.

Die Hessische Verkehrsverwaltung hat in den vergangenen Jahren mit einigen hessischen Kommunen und in enger Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen (BSBH) und dem Hessischen Behindertenrat mehrere Modellprojekte zur barrierefreien Gestaltung öffentlicher Verkehrsräume - insbesondere Kreuzungen und Haltestellen - geplant und umgesetzt.

Frank Schäfer, Vorsitzender des BSBH betont: "Es ist gelungen, sich bislang widersprüchliche Anforderungen - Stufenfreiheit für Gehbehinderte und sichere Orientierung für Sehbehinderte - zu vereinbaren." An den Stellen, an denen der Gehweg verlassen und die Fahrbahn betreten wird, nimmt man eine getrennte Führung von Geh- und Sehbehinderten vor. "Gehbehinderte Menschen erhalten so den für sie optimalen stufenfreien Übergang von der Fahrbahn zum Gehweg und umgekehrt. Blinde Menschen hingegen werden über Merkmale im Pflaster und an den gut fühlbaren Bordstein geführt", So Schäfer weiter.

Die hessische Verkehrsverwaltung hofft, dass dieser Leitfaden zukünftig anderen Kommunen und anderen Bauvorhaben als planerische Praxisrichtschnur dienen wird.

Auch die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer, begrüßt das Engagement und die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen hessischer Verkehrsverwaltung, Kommunen, behinderten Menschen und ihren Verbänden. Sie hält diesen Leitfaden vor allem deshalb für ein gutes Konzept, da bei seiner Entstehung Experten in eigener Sache, behinderte Verkehrsteilnehmer, mit am Tisch saßen.

Auch Der BSBH hat die Zusammenarbeit mit der Verkehrsbehörde sehr geschätzt. Es war erfreulich zu erleben, wie ernsthaftes Interesse und der Wille, den Bedürfnissen behinderter Verkehrsteilnehmer Rechnung zu tragen in kompetentes und kreatives Engagement der Behördenmitarbeiter mündete.

Neue Erkenntnisse und Ideen was z. B. weiterentwickelte Materialien für Bodenindikatoren anbelangt, werden den Leitfaden in Zukunft immer wieder verändern und verbessern, denn er soll nicht als statisches unveränderliches Werk begriffen werden.

Den Leitfaden "Unbehinderte Mobilität" finden Sie unter

www.hsvv.hessen.de, Rubrik "Service für Sie/ Infomaterial".

 

Klaus Meyer

 

Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e. V.

Klaus Meyer
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